Herr Edathy wurde nach seinem sensationellen Statement zur Privatsphäre auf abgeordnetenwatch gefragt und antwortete sogar:
Sehr geehrter Herr ,
Ihre Frage vom 21. April 2008 habe ich gelesen.
Ich war mit dem öffentlichen Sender “radio eins” vom RBB am 21. April 2008 für ein Interview verabredet.
Die erste Frage lautete: “Wenn Sie sich morgens die Zähne putzen, sind Sie eigentlich nackt, oder haben Sie Unterwäsche an?” Als ich mich darüber verwundert zeigte, lautete die zweite Frage: “Die Frage ist Ihnen unangenehm?” Darauf hin sagte ich: “Was soll denn der Scheiß?” und habe das Gespräch beendet.
Ich finde in der Tat, dass man sich als Interviewpartner nicht jede Frechheit bieten lassen muss und dass es diesbezüglich Grenzen gibt. Diese waren in diesem Fall überschritten. Meine Privatsphäre geht Journalisten nichts an, insofern war die Interviefrage auch nicht “humorvoll”, sondern unverschämt. Eine Gesprächsgrundlage war somit nicht mehr gegeben. So einfach ist das.
Im Übrigen unterstütze ich nicht “repressive Maßnahmen gegen Bürger und Bürgerrechte”, sondern setze mich dafür ein, dass Freiheitsrechte und Sicherheitsbelange in einen vernünftigen Ausgleich gebracht werden, wobei Sicherheit gegenüber der Freiheit stets eine dienende Funktion hat. Sie werden diesen Grundgedanken in meinen öffentlichen Äußerungen als durchgehende Linie immer wieder finden.
Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Edathy, MdB
Aber Herr Edathy! Sie haben es also immer noch nicht verstanden? Wenn Ihre Privatsphäre niemanden etwas angeht, warum sollte es dann meine? Sie wollen mich doch filmen können dürfen, nicht andersherum…
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Am 23. April 2008 um 18:59 Uhr
Das, was Sicherheitspolitik macht, kann auch sprechen?
Hallo, Edati. Huhu. Buchstabier doch mal: VERNÜNFTIG.
Tschuldigung, natürlich musst Du da nochmal nachfragen. Beim Piefelswütz.