Anfrage an das Heute-Journal

Eben abgeschickt, mal sehen was dabei herauskommt:

Sehr geehrte Redaktionsmitglieder des Heute Journals,

Am 16. Juni leitete Frau Slomka einen Bericht zum Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE mit folgenden Worten ein:

“Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Das Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber läßt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.

Ich nehme an, dass mit der von mit hervorgehobenen Formulierung der Umstand gemeint ist, dass Herr Chavez die staatliche Sendelizenz eines Senders nicht verlängerte, nachdem über eben diesen Sender zu einem Sturz der Regierung aufgerufen wurde. Dieser Sender arbeitet wie sie sicherlich wissen vollständig unbehelligt auf einer privaten Lizenz weiter und wurde mitnichten verboten. Weiterhin ist nicht eine einzige Zeitung verboten worden.

Folgende Fragen bitte ich zu beantworten:

Ist der Sachverhalt in ihrer Redaktion bekannt?
Hat Frau Slomka eigenmächtig, ohne Absprache mit der Redaktion diesen Text verlesen?
Sollte die Anmoderation redaktionell erarbeitet worden sein, wie rechtfertigen Sie die Verbreitung offensichtlicher Falschmeldungen?
Dies ist ein öffentlicher Brief, der im Zusammhang mit dem Blog www.elementarteile.de geschrieben wurde.

Meine Leser und ich freuen uns auf eine Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Wenn ihr ein wenig Zeit habt, kopiert euch den Text, bearbeitet ihn entsprechend und schickt ihn über das Kontaktformular des Heute Journals, wer als erstes eine Antwort bekommt, kann sie hier posten.

Machen wir denen Feuer unter dem Arsch!

7 Reaktionen zu “Anfrage an das Heute-Journal”

  1. Gedankenhabitat » Propaganda für Dummies

    [...] Im heute Journal wird mal wieder die Wahrheit zurecht gebogen und »elementarteile« schreibt einen Leserbrief: Sehr geehrte Redaktionsmitglieder des Heute Journals, [...]

  2. redblog

    das ist eine gute idee, ich habe gerade eine mail an die redaktion abgeschickt. mal sehen, ob da ne antwort kommt.

  3. Besitzstandswahrer

    Achja, typisch heute journal. Es würde mich wundern wenn da was zurück kommt, schließlich ist es im Fernsehen gewesen und somit wahr…

  4. elementarteile » Blog Archiv » Und du Heute Journal,

    [...] lass dir gesagt sein, dass ich in den Urlaub fahre und dort über einen Internetanschluss verfüge, ihr werdet also wie bisher regelmäßig eine neue Bitte um Stellungnahme von mir erhalten, bis wir geklärt haben, wie das bei dir läuft… [...]

  5. Dirk

    Also ich habe denen folgende Mail geschickt:
    Sehr geehrte Redaktionsmitglieder des Heute Journals,

    Am 16. Juni leitete Frau Slomka einen Bericht zum Gründungsparteitag der Partei DIE LINKE mit folgenden Worten ein:

    “Guten Abend. Seit heute gibt es eine neue Partei in Deutschland: DIE LINKE. Sie will eine andere Republik und glaubt an Freiheit durch Sozialismus. Das Freiheit durch Sozialismus entsteht, darüber läßt sich ja trefflich streiten, doch ist das vielleicht auch nur eine Frage der Definition. So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. Jener Chavez, der gerade oppositionelle Zeitungen und Fernsehsender verbietet.�

    Mit grösster Empörung habe ich hinnehmen müssen, dass der stalinistisch-kommunistische Untermensch(-en) Diktator Hugo Chavez der letzten Bastion der freien Welt, Demokratie, Markt, Presse usw. usf. in Venezuela die Antenne umgeknickt hat.

    Dass der deutsche Hitlertainment-Channel Nr. 1, der zumindest auf einem Auge schon ganz freiwillig nichts mehr sieht, seine dankbaren Zuschauer auf diesen bedauernswerten Umstand aber wie gewohnt in aller journalistischen Sorgfaltspflicht aufmerksam macht und damit erneut seinen journalistischen Mut und seine Zivilcourage zumindest jedem noch volksmusikhörenden und vollends verkernerten Zuschauer unter Beweis stellt, hat mich zutiefst betroffen gemacht und gerührt. Wenn nicht - kaum wage ich die Formulierung - betroffen gemacht. Aber was können die letzten Verteidiger der Demokratie und des Pluralismus in Deutschland und unseren potentiellen Kolonien tun? - Thomas Gottschalk, Frau Slomka, Herr Kerner, die Rettungsflieger, selbst mit Bundeswahrunterstützung? - Keiner weiss mehr…

    Was soll ich erst wissen?

    Trotzdem ein schüchterner Vorschlag zur Güte: Wenn wir es von hier aus nicht verhindern können, dass unweisse und unkultivierte Menschen sich selbst regieren - trotz all der mutigen Gegenangebote der Konrad-Adenauer Stiftung und ihres herzzereissenden Engagements: Sie, also das ZDF, könnten doch hier solche Zustände herstellen wie sie in Venezuela geherrscht haben vor der barbarischen Attacke auf die Freiheit!

    …von ein paar Milliardären, Ölkonzernen und - mit Verlaub - der Konrad Adenauer Stiftung, diesen Untermenschen zu erzählen, was am besten für Milliardäre und darum auch für sie sei:

    Treffen Sie sich mit den Verantwortlichen bei der ARD - die sind so aufgeschlossen wie Guido, Thomas und Johannes, vertrauen Sie mir! - und geben Sie gemeinsam mit der ARD Ihre terrestrischen und DVB-T Frequenzen auf. Und dann verlosen sie Frequenzen - überparteilich, neutral und objektiv, wie Sie niedliche Rettungsflieger der Demokratie und des freien Unternehmertums es nun einmal sind - an die NPD, den “schwarzen Block” oder Al Quaida.

    Damit wäre zwar die Pressefreiheit im vom Pöbel beherrschten Venezuela nicht wiederhergestellt; aber im internationalen Massstab wäre das, was Mitmäuler, Machtnutten und der Hitlertainment-Channel so für Pressefreiheit halten im weltweiten Massstab wieder im Lot.

    Hoffe geholfen zu haben! Ja, ich weiss, darauf hätten Sie auch selbst kommen können, aber manchmal brauchen selbst Profis einen kleinen Denkanstoss, oder?

    Nichts für ungut,

    (Mit vollständigem Namen unterschrieben)

  6. Besitzstandswahrer.de

    Ein Tipp, den ich von einem NDR-Mitarbeiter bekommen habe: Eingabe an den Rundfunkrat mit der Bitte um Überprüfung. Danach muss sich ein Mitglied des Rundfunkrates mit der Sache beschäftigen. Wenn dann die Antwort zurück kommt, das man nichts zum Beanstanden gefunden hat, dann schreibt einen Widerspruch, dann muß sich der gesamte Rundfunkrat mit der Eingabe beschäftigen. Die zuständigen Mitarbeiter (ich nennen diese mal “Journalisten”) müßen sich rechtfertigen, es ist ‘ne Menge Arbeit für alle und vielleicht tritt irgendwann ein Lerneffekt ein - man sollte die Hoffnung nicht aufgeben.

  7. redblog.twoday.net

    “heute journal” ohne Einsicht…

    Am 17. Juni 2007 berichtete redblog über eine verlogene Anmoderation von Marietta Slomka im heute journal. Slomka damals: “So lobt Oskar Lafontaine etwa die Verstaatlichungspolitik von Hugo Chavez, dem Präsidenten Venezuelas. Jener Chavez, d…

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