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Tätliche Übergriffe durch Nichtstun…

Mai 23rd, 2011 · von ben gunn · 7 Kommentare

Die Welt ist wieder ganz vorne mit dabei, vergessen wir mal die hauseigenen Qualitätskriterien und den versehentlich doppelten Absatz in dem Artikel:

Jeder vierte Jobcenter-Mitarbeiter angegriffen

So die Überschrift und es wird noch schlimmer!

Die große Mehrheit der Mitarbeiter von Jobcentern fühlt sich am Arbeitsplatz gelegentlich oder oft unsicher oder bedroht. Jeder vierte war schon einmal Opfer eines Übergriffs. Dies geht aus einer noch unveröffentlichten Studie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung hervor. Die häufigsten Übergriffe durch Kunden waren dabei Beleidigungen oder Verweigerungshaltungen.

Verweigerungshaltung! Ein Übergriff! Ja was bildet sich dieses Pack eigentlich ein? Leib und Leben des Sachbearbeiters einfach durch eine Verweigerungshaltung zu gefährden? Aber Die Welt weiß auch warum diese Menschen so aggressiv sind:

Die Klientel ist oft schwierig, sie hat überdurchschnittlich häufig Alkohol-, Drogen- oder psychische Probleme. Weil die Entscheidungen der Jobcenter für die Leistungsempfänger häufig existenziell sind, reagieren viele sehr emotional. Kommen auch noch lange Wartezeiten hinzu, führt das zu einer explosiven Mischung.

Die meisten sind eben besoffen,drogensüchtig,  psychisch krank und können nicht warten. Da ist es klar, dass dieser Bodensatz der Gesellschaft mit einer aggressiven Verweigerungshaltung reagiert!

Normale Menschen werden ja auch nicht arbeitslos! Auf die aufopfernde Hilfe der Sachbearbeiter können ja auch nur psychisch Kranke aggressiv reagieren!

Und schon passt das “Welt”-Bild wieder…

Tags: Allgemein

7 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Für Nichtstun bestraft werden, wegen Nichtstun verurteilt werden. // Mai 25, 2011 at 10:24

    [...] der Ankündigung eigener “Security” in den ARGEn ganz normal. Aber wenn man so liest, wessen Leistungsempfänger vor allem bezichtigt werden bleibt einem kein anderes Urteil als: Menschen verachtender Zynismus. Ekelhaft. Tweet weitere [...]

  • 2 ninjaturkey // Mai 27, 2011 at 08:35

    Und wie der “Kunde” auf Entscheidungen der Jobcenter emotional reagieren kann, bloss weil die für ihn existentiell sind, ist mir ein absolutes Rätsel.
    Vielleicht reagieren diese renitenten Verweigerer ja auch nur dann emotional, wenn die Entscheidung die eigene Existenz endgültig ruiniert, oder tun die das auch wenn die Existenz halbwegs abgesichert wird?

  • 3 Horst // Mai 28, 2011 at 15:27

    Normale Menschen ungleich Psychisch Kranke? Oh noes, you serious? Fo real?

  • 4 thamanx // Mai 28, 2011 at 16:02

    Ich bin hier in Österreich auch schon leider in Kontakt mit Mitarbeitern von Jobcentern, bei uns AMS genannt, gekommen. Es gibt natürlich solche und solche, mein Berater zuletzt ist äußerst toll, aber die Beraterin davor ging gar nicht, diesen abfallenden und hochnäsigen Ton den sie an den Tag gelegt hatte, der ging gar nicht. Darum wunderts mich auch nicht dass manchmal solche Menschen Security’s brauchen, weil dass lassen sich 9 leute vielleicht gefallen, aber der 10. ned und der will ihnen dan an die Gurgel. Ich bin mir sicher konstruktive Mitarbeiter die ihre Kunden auch als Kunden behandeln haben keine Probleme in einem Jobcenter, die die den sozialen Umgang ned beherschen und ihre Kunden als ein Stück “Arbeitsfleisch” behandeln, die brauchen sie halt dan Hilfe. Wenn ich durch die Straßen geh und jedem der mir übern weg läuft ne blöde oder zynische Goschn anhäng brauch ich mich nicht wundern dass mir wer an die Gurgel will der sich dass ned Gefallen lässt :)

  • 5 cucumberjo // Mai 28, 2011 at 16:09

    Ja, ja, Berufswunsch und Wirklichkeit.
    Ich mach’s mal kurz:
    Die Mitarbeiter in Jobcentern werden dafür bezahlt,
    trotz schwieriger Klientel, eine tadellose Arbeit zu leisten.
    Wer damit überfordert ist, weil er sich bei der Berufswahl
    wünschte “Mit Menschen umzugehen” möge sich neue
    Aufgaben suchen.
    Sich zu beschweren ist ähnlich daneben, wie die Verleihung
    des Bundesverdienstkreuzes an Menschen die gegen
    üppiges Salär nichts getan haben, als ihren ebenso
    üppig bezahlten Pflichten nach zu kommen.

  • 6 Intermezzo (259) « Blue Archive // Mai 28, 2011 at 21:11

    [...] Tätliche Übergriffe durch Nichtstun… [...]

  • 7 Bahn-Personal immer häufiger Opfer von aggressiven Übergriffen // Mrz 7, 2012 at 01:10

    [...] Bln., HSH) Polizeiübergriff bei der 'Freiheit statt Angst-Demo' 2009 In Blogs gefunden: Tätliche Übergriffe durch NichtstunDie häufigsten Übergriffe durch Kunden waren dabei Beleidigungen oder [...]

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