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eBooks und eBook-Reader sind (noch) Mist…

April 22nd, 2011 · von ben gunn · 2 Kommentare

Eigentlich ist die Idee super. Ich will etwas kurz lesen, zur Kenntnis nehmen und dann weglegen. Das geht mir mit einem Haufen pdf-Dateien so die ich nur einmal lesen muss ohne darin zu arbeiten.

Dafür lohnt sich aber nur bedingt ein eBook-Reader, was kann ich dann sonst noch mit dem Teil machen? Bücher lesen? Nie im Leben.

Erstmal sind die Preise viel zu hoch. Ca. 10 Euro für eine Datei? Für den selben Preis bekomme ich Bücher. Dann kommt noch das Gewese mit den Formaten, Kopierschutz, Übertragbarkeit und den Nutzungsrechten.

Alles in allem äußerst unattraktiv. Selbst bei einer konservativen Herangehensweise, also im Vergleich mit einem Buch funktioniert es schon nicht mehr, ein eBook ist also sehr viel schlechter als ein normales Buch aufgestellt.

Ich gehe in einen Laden, kaufe ein Buch und es gehört mir. Ich kann darin herummalen, es verschenken, ausleihen, oder einfach ins Regal stellen. Wie sieht es beim eBook aus? Die einen bieten mir nur die Nutzung auf einem Gerät an, die anderen geben mir eine zeitlich begrenzte Nutzung, ich kann mir keine Notizen darin machen. Die unterschiedlichen Reader haben unterschiedliche Formate, nicht alle Reader können mit allen Formaten umgehen…

Fangen wir gar nicht bei den Kosten an, der Druck entfällt, das Binden entfällt, die Anlieferung und Lagerung entfällt… der Preis müsste alleine aus diesen Gründen schon sinken.

Die Idee ist gut, die Möglichkeiten sind da. Wäre da nicht diese marktwirtschaftliche Vorstellung von künstlicher Verknappung, Angebot und Nachfrage die einfach nicht in ein digitales Zeitalter passen wollen.

Nicht zu vergessen (auch wenn ich es nicht als wichtigstes Argument sehe): Ein gedrucktes und gebundenes Buch hat einen ideellen Wert, der komplett wegfällt bei einer Datei.

(und hey, die Autoren kriegen sowieso am wenigsten ab, wenn die Verlage fair rechnen würden, wären die sogar Gewinner bei eBooks)

Tags: Allgemein

2 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 dasuxullebt // Apr 22, 2011 at 18:17

    Ich lese das Zeug halt einfach am PC. Ich hab dafür ein Convertible. Das hat freilich Nachteile, aber die Vorteile überwiegen.

    Aber ok, ich lese auch selten ganze Bücher. Eher Skripte oder Papers.

  • 2 ben gunn // Apr 22, 2011 at 18:55

    genau das ist der punkt, den kram kann ich immer noch am rechner lesen. ist zwar nicht so dolle, aber der leidensdruck ist noch nicht so hoch, als das ich mir nen reader kaufen würde.

    (obwohl ich eInk grandios finde)

    irgendwie braucht es wohl noch ein wenig, bis man richtig was damit anfangen kann…

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